Housing First richtet sich an Menschen, die akut von Straßenobdachlosigkeit betroffen sind – Menschen, die zurzeit auf der Straße schlafen oder in Notschlafstellen und niederschwelligen Einrichtungen untergebracht sind. Für wen das Projekt auch geeignet ist: für Personen, die obdachlos sind und andere Wohnangebote des Hilfesystems (z. B. Betreutes Wohnen, Wohngruppen) nicht in Anspruch nehmen möchten.
Ganz konkret: Wer für Housing First in Köln in Frage kommt
Housing First Köln wird von der Stadt Köln beauftragt. Mit Housing First soll in Köln eine bestimmte Gruppe an Menschen erreicht werden, um ihnen eine Chance auf das Menschenrecht Wohnen zu ermöglichen. Somit kommen für Housing First Köln in Frage:
- Menschen, die in Köln dauerhaft auf der Straße leben, oder
- Menschen, die ständig zwischen Notunterkünften in Köln und einem Aufenthalt auf der Straße in Köln hin- und herwechseln.
Hinweis: In der Zeit, in der Housing First Köln als Modellprojekt von der Stadt Köln gefördert wurde (bis Ende 2024), wurden auch Menschen berücksichtigt, die mindestens zwei Jahre ordnungsrechtlich in einem gewerblichen Einfachhotel untergebracht waren. Das ist nicht mehr so.
Zwei Voraussetzungen
Wer sich für Housing First interessiert, muss zwei Grundvoraussetzungen erfüllen, damit es gelingen kann:
- Interessent:innen müssen sich die Verantwortung eines eigenen Mietvertrags selbst zutrauen. Das heißt: bereit sein, Miete und Kaution aufzubringen oder entsprechende Leistungen (in Zusammenarbeit mit uns) zu beantragen.
- Interessent:innen müssen ausreichend über das Konzept von Housing First informiert sein. Sie müssen eine Vorstellung davon entwickeln, was sie sich von einer Teilnahme versprechen. Sie sollten eine Idee davon haben, was sich in ihrem Leben verbessern soll und klar haben, dass regelmäßiger Kontakt ein Teil von Housing First ist.

