Am 20. Mai 2026 kam die Fotografin Diana Lim für ein Foto-Projekt über Menschen, Würde und Begegnungen in den Vringstreff. Und alle Gäste waren eingeladen, sich fotografieren zu lassen!
Ein Bild geben und ein Bild bekommen
Vor der leuchtenden Lichtkunst sind Portraits entstanden, die so sind, wie die Menschen, die vor der Kamera standen. Jede Aufnahme erzählt eine eigene Geschichte: von Brüchen und Neuanfängen, von Gemeinschaft oder auch Einsamkeit, von Unsicherheit und auch von Humor, Stolz und Würde. Die Bilder zeigen keine anonymen „Fälle“, sondern Menschen in unserem Köln mit Gesichtern, Blicken und Erfahrungen.
Jede:r entschied selbst, wie sie/er fotografiert werden wollte — ernst, nachdenklich, offen, voller Selbstvertrauen oder ganz anders. Diese Mitgestaltung ist zentral, denn das Projekt versteht sich nicht als Blick auf Menschen, sondern als Zusammenarbeit mit ihnen.
Wer ein Bild gab, bekommt auch ein Bild: Diana Lim wird jeder/jedem Fotografierten das eigene Bild kostenlos zur Verfügung stellen, ob als Datei oder als Abzug. Der Vringstreff organisiert das für die Porträtierten.
So einfach war es, bei diesem Foto-Projekt dabei sein
Einfach vorbeikommen: es war nicht notwendig, sich vorher anzumelden. Das „Fotostudio“ vor der Lichtkunst stand den Tag über bereit:
Mittwoch, 20. Mai 2026
11:00-15:00 Uhr
Alle Teilnehmenden gaben Diana Lim schriftlich ihr Einverständnis, dass sie u. a. die Bilder für Foto-Wettbewerbe einreichen und als Arbeitsbeispiele zeigen kann.
Über Diana Lim
Was sie über sich selbst sagt: „Fotografin in Köln, mit Schwerpunkt auf Porträt- und Dokumentarfotografie. Ich liebe es, einen dokumentarischen Ansatz mit bewusster Inszenierung zu verbinden, die sowohl authentisch als auch komponiert wirken.“
Wer sich Diana Lims Arbeiten anschauen möchte, findet auf ihrer Website einige Beispiele: https://dianalim.de/ – wer nach unten scrollt, sieht vielleicht ein bekanntes Gesicht ;-).
Warum im Vringstreff?
Diana Lim kennt den Vringstreff über einen Beitrag im DRAUSSENSEITER (erschienen im Dezember 2025), für den sie den Housing-First-Mieter Peter fotografiert hat. Bei einem Besuch im Vringstreff-Bistro entstand die Idee für das Foto-Projekt: Der Vringstreff bietet seit vielen Jahren einen Ort der Begegnung und Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Für dieses Projekt wird der Vringstreff zu einem Raum für Sichtbarkeit. Das Foto-Projekt lädt dazu ein, genauer hinzusehen: auf die Lebensrealitäten in unserer Stadt, auf soziale Ungleichheiten — und auf die Menschen dahinter.
Denn Sichtbarkeit ist mehr als Aufmerksamkeit. Sichtbarkeit bedeutet auch Anerkennung.
