Der Stern über Bethlehem in der Mauerkrippe im Vringstreff zum Kölner Krippenweg
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Auf dem Krippenweg: Alles was bleibt, ist Hoffnung

Wer dieser Tage am Vringstreff vorbeikommt, bewegt sich auf dem Kölner Krippenweg. Eine besondere Tradition pflegen wir hier mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem. In diesem Jahr steht sie links im Fenster: die Mauerkrippe. Zum 25-jährigen Bestehen des Vereins steht die Mauerkrippe unter dem Motto „Alles was bleibt, ist Hoffnung“.

Station 29 auf dem Kölner Krippenweg blickt auf das Heilige Land

Über Eck im Fenster zu sehen, öffnet die Krippe den Blick über das biblische Geschehen hinaus auf die aktuelle Situation im Heiligen Land, das für Juden, Christen und Muslimen gleichermaßen wichtig ist. Die Heimat Jesu kommt seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe.

Stimmen aus dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem zum Motto „Alles was bleibt, ist Hoffnung“

Welche Hoffnung habe ich für Bethlehem?

„Die kleinen Hoffnungen: dass die Pandemie endlich ein Ende findet, dass die Menschen auf ihren Reisen hierher zurückkehren, dass wieder Leben spürbar wird.
Die größeren Hoffnungen: dass Christen und Muslime mehr zusammenarbeiten, mehr miteinander reden, auf einander hören, dass auch jüdische SiedlerInnen anfangen, Bethlehem und seine Menschen wahrzunehmen und zu achten, dass alle Menschen anfangen, sich auf einander zu zu bewegen – in und um Bethlehem herum.“

Welche Motivation habe ich für die Städtepartnerschaft mit Bethlehem?

„Wir sollten viel mehr Menschen, Familien, Gruppen näher und intensiver kennenlernen. Ich wünsche mir auch umgekehrt mehr Interesse aus Bethlehem an Köln, und ich träume von möglichem Austausch von KünstlerInnen, MusikerInnen, AutorInnen, auch PsychologInnen und von mehr jungen Leuten in Bethlehem und in Köln, die aneinander Interesse finden, Lust darauf haben, sich zu besuchen.“

Welche ganz persönliche Hoffnung verbinde ich damit?

„Meine Hoffnung ist weniger persönlich. Sie geht ins Uferlose, richtet sich auf die nächsten, übernächsten Generationen, richtet sich darauf, dass die Menschen in Bethlehem, in ganz Palästina endlich Frieden vorfinden, Menschenwürde, Glück, dass sie ihr Leben – das sie doch nur einmal haben – froh, sinnvoll, glücklich mit anderen teilen können.

Es wird oft gesagt: ‚Die Hoffnung stirbt zuletzt.‘ Warum sollte die Hoffnung überhaupt sterben? Die richtige Hoffnung bleibt einfach und blüht immer wieder neu auf wie die Blumen auf einer Wiese. Du hast kaum gemäht, da sind sie schon wieder da.“

Die Mauerkrippe kann zu jeder Tages- und Nachtzeit im Fenster des Vringstreffs angeschaut werden (bitte beachten Sie: sie ist nicht beleuchtet). Die Mauerkrippe ist barrierefrei erreichbar und bis zum 6. Januar 2022 zu sehen.

Zur Website des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Bethlehem: https://www.koeln-bethlehem.de/

Weitere Stationen des Kölner Krippenwegs finden Sie hier.

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