Housing First - das Foto zeigt einen Schlüssel in einer Hand
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Diskussion zu Housing First im Vringstreff

Seit Jahren steigt in Deutschland die Zahl der wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen kontinuierlich an. Gründe hierfür liegen unter anderem im systematischen Abbau von Sozialwohnungen und im enormen Anstieg der Mietpreise in Großstädten. Auch in Köln.

Menschen, die in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe ein provisorisches Zuhause finden, verbleiben dort oft mehrere Jahre. Die Rückkehr in ein geregeltes Leben fällt damit umso schwerer. Housing First wird von Fachleuten als vielversprechender Ansatz gesehen, Menschen ohne Wohnung – trotz des starken Wettbewerbs um Wohnraum – ein eigenes Zuhause zu ermöglichen.

Was ist Housing First?

In einigen europäischen Ländern wie beispielsweise Finnland arbeitet man – mit großem Erfolg – verstärkt mit dem Housing-First-Ansatz: Wohnungslosen Menschen wird zu Beginn der Hilfe möglichst schnell eine eigene mietvertraglich gesicherte Wohnung vermittelt. Insbesondere Straßenobdachlosigkeit konnte damit innerhalb kürzester Zeit rapide gesenkt werden. Die Menschen können ihre Wohnungen in aller Regel halten und werden zusätzlich sozialarbeiterisch unterstützt.

Housing First in Köln

Blick ins Publikum zum Thema Housing First in der Wohnungslosenhilfe, 13.06.19 im Vringstreff

Volles Haus zum Thema Housing First

Welche Kraft in diesem Ansatz liegt und welchen Weg Köln damit in der Wohnungslosenhilfe gehen kann, darüber diskutierten wir am 13. Juni 2019. Es war eine sehr gut besuchte Veranstaltung mit Vertretern aus Politik, Verwaltung (Sozialdezernat), Sozialträgern wie SKM, SKF, SSM, Diakonie und vielen Betroffenen.

Housing First: Foto Volker Busch-Geertsema und Kai Hauprich

Housing First: Diskussion im Vringstreff mit Dr. Volker Busch-Geertsema und Kai Hauprich

Dr. Volker Busch-Geertsema (Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V., Bremen; Koordinator des „European Observatory on Homelessness“) informierte in einem Vortrag darüber, was Housing First ausmacht. Kai Hauprich, Hochschule Düsseldorf., moderierte die anschließende Diskussion.

Dem Grunde nach waren sich alle Anwesenden einig, dass Housing First ein sehr gutes und wirksames, ergänzendes Angebot in Köln sein kann.

 

  1. Hallo Linda, wie wir gerade schon am Telefon besprochen haben, kannst Du Clyde gerne mitbringen und ihn vor der Tür in Sichtkontakt anleinen. Alternativ könntest Du ja auch überlegen, jemanden zu fragen, ob er/sie mitkommt und auf Clyde in der Zeit aufpasst.
    An dieser Stelle möchte ich sehr deutlich darauf hinweisen, dass Housing First in der Umsetzung Menschen mit Hunden auf keinen Fall ausschließt. Deine Formulierung in dem Kommentar kann schnell missverstanden werden. Ich finde auch, dass Hausordnungen respektiert werden sollten, auch wenn sie nicht immer der eigenen Haltung und Meinung entsprechen.

  2. Schade das Menschen mit Hund bei so einem wichtigen Thema ausgeschlossen sind. Wobei die meisten obdachlosen die ich kenn auch einen Hund haben.Somit ist es für unsere Iniative auch nicht möglich zu kommen und für ander auch nicht

  3. Unter https://frama.link/housingfirst-doku gibt es eine etwa halbstündige Dokumentation (Deutsch synchronisiert) die ganz gut veranschaulicht worum es bei Housing First geht. Wer Englisch versteht und es gern kompakter hat, kann sich auch den Clip unter https://frama.link/housingfirst anschauen. Vor allem braucht man hierfür eins, woran es auch in Köln mangelt, Wohnraum.

    Für mich steht außer Frage – es muss einen Paradigmenwechsel, hin zu Housing First geben. Für etwas was andernorts seit Jahrzehnten funktioniert braucht man hierzuland keine Modellversuche, lediglich den politischen Willen. Man mag argumentieren dass in anderen Ländern, in anderen Ballungsräumen und Städten andere Gegebenheiten herrschen. Ich bin der Meinung wann immer es um Obdach- und Wohnungslosigkeit geht, egal wo auf der Welt, ist es immer das gleiche. Seit Jahrzehnten wird darüber geredet, jedoch nichts getan um die Ursachen für die Probleme nachhaltig zu lösen.

    • Hallo Jürgen,
      Danke für Deinen Kommentar und den link zum Video!
      Du bist herzlich eingeladen, zu unserer Veranstaltung am 13.06. um 18 Uhr in den Vringstreff zu kommen.

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